Handel

Ohne uns kein Geschäft!

Tarifrunden Handel 2021

Ohne uns kein Geschäft!

Tarifrunde Einzelhandel Berlin-Brandenburg
Ohne uns kein Geschäft ver.di Ohne uns kein Geschäft  – Tarifrunden Handel 2021


Am Freitag erneuter Streik im Berliner und Brandenburger Einzelhandel

ver.di ruft die Beschäftigten des Einzelhandels und einzelner Lebensmittellager der Region zu einem weiteren, ganztägigen Streik am Freitag, dem 23. Juli. 2021 auf. Betroffen sind Betriebe der Unternehmen wie Rewe, EDEKA, Kaufland, Penny oder Ikea. Zentraler Streikort ist der Berliner Breitscheidplatz.

Anlass für den Streik sind die bislang ergebnislosen Tarifverhandlungen zwischen ver.di und dem Handelsverband für die rund 141.000 Berliner und 78.000 Brandenburger Einzelhandelsbeschäftigten.

„Die Tarifverhandlungen gestalten sich nicht nur in Berlin-Brandenburg äußerst zäh, auch in den anderen Bundesländern kommen die Verhandlungen nicht voran. Die Arbeitgeber haben bislang kein Angebot gemacht. Das ist nicht akzeptabel. Vor allem in der Pandemie haben viele Unternehmen sehr gute Umsätze gemacht. Und daran haben die Beschäftigten einen gewichtigen Anteil. Wir erwarten daher eine faire Tariferhöhung, die auch das Engagement der vielen Beschäftigten in der Krise honoriert“, sagt Frank Wolf, ver.di-Landesbezirksleiter. 

Die Arbeitgeber wollen die Tarifverträge flexibilisieren, wirtschaftlich starke Unternehmen sollen die eine zu vereinbarende Tariferhöhung früher zahlen. Andere Unternehmen, die sich als wirtschaftlich schwach bezeichnen, sollen die Möglichkeit erhalten, die Tariferhöhung nach hinten zu schieben. Aus Sicht von ver.di wäre so eine Vereinbarung ein Angriff auf den Tarifvertrag, weil er ihn aushöhlen würde, außerdem wäre das System nur schwer durchschaubar und wenig transparent.

„Wir werden derartige Zwei-Klassen-Tarifverträge nicht vereinbaren. Wir dürfen den Tarifvertrag für den Einzelhandel nicht aufs Spiel setzen und flexibilisieren. Wenn wir diesen Tarifvertrag aushöhlen, dann geht die ohnehin stark umkämpfte Einheit des Tarifrechts im Einzelhandel kaputt. Das können und das werden wir nicht zulassen“, so Conny Weißbach, Verhandlungsführerin für die Tarifrunde Einzelhandel im ver.di-Landesbezirk Berlin-Brandenburg.

ver.di fordert für die diesjährige Tarifrunde des Einzelhandels in Berlin und Brandenburg eine Erhöhung der Löhne und Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 4,5 Prozent plus 45 Euro pro Monat. Außerdem setzt sich die Gewerkschaft für ein rentenfestes Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde ein. Zudem will ver.di erreichen, dass die Tarifverträge des Einzelhandels für allgemeinverbindlich erklärt werden und sie für alle Beschäftigten der Branche gelten. Die Tarifverträge sollen eine Laufzeit von 9 Monaten haben. Der nächste Verhandlungstermin wurde auf den 30. Juli 2021 festgelegt. Der nächste Verhandlungstermin wurde auf den 30. Juli 2021 festgelegt.