Jetzt seid Ihr dran!

Erste Warnstreiks in Brandenburg

Tarifrunde ÖD 2020

Erste Warnstreiks in Brandenburg

Tarif- und Besoldungsrunde öffentlicher Dienst Bund und Kommunen 2020
Rabatz für gute Pflege. Bremen, 21. Juni 2017 Matthias Klump Erste Warnstreiks in Brandenburg


Im Zusammenhang mit der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst (Bund und Kommunen) ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Tarifbeschäftigten, Auszubildenden und Praktikanten bei der Landeshauptstadt Potsdam am morgigen Donnerstag, dem 1. Oktober 2020 zu einem ersten, ganztägigen Warnstreik auf.

Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt müssen sich darauf einstellen, dass am Streiktag die Bürgerdienstleistungen nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung stehen.

Beschäftigte des Bürgerservice, der Grünflächen, Schulsekretär/innen, Sozialarbeiter/innen und Mitarbeiter von Bibliothek und Verwaltung treffen sich ab 9.00 Uhr zu einer Kundgebung vor der Stadtverwaltung der Landeshauptstadt Potsdam/Rathaus, Friedrich-Ebert-Straße 79/81, 14469 Potsdam. An dieser Kundgebung nehmen auch der ver.di-Landesbezirksleiter Frank Wolf sowie seine Stellvertreterin Andrea Kühnemann teil.

Auch Beschäftigte der Stadtverwaltungen Hennigsdorf und Kremmen werden am Donnerstag ganztägig in den Ausstand treten und an der Kundgebung in Potsdam teilnehmen. An dem Warnstreik beteiligen sich auch Beschäftigte der Hennigsdorfer Kitas. Die Einrichtungen bleiben am Donnerstag geschlossen, betroffene Eltern sind informiert worden.

ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde Gehaltserhöhungen von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro monatlich. Außerdem werden die Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro sowie Regelungen zur Übernahme von Auszubildenden und Angleichung des Erholungsurlaubes an das Niveau der Beschäftigten gefordert. Bei der Tarifrunde 2018 wurde vereinbart, dass 2022 in Ost und West die gleiche Jahressonderzahlung gezahlt wird.

„Es sind die Bürgermeister und Landräte selbst, die auch in Brandenburg 30 Jahre nach der Wiedervereinigung nicht mit der Angleichung der Arbeitsbedingungen in die Gänge kommen. Sie haben im Arbeitgeberverband Sitz und Stimme und verhindern aus Kostengründen die Einheit im Portemonnaie und bei der Arbeitszeit. Die Bürgermeister und Landräte in den neuen Bundesländern haben es selbst in der Hand, ob ihre Beschäftigten weiterhin als Arbeitnehmerinnen zweiter Klasse behandelt werden“, sagt Frank Wolf, ver.di-Landesbezirksleiter.

Die Arbeitgeberseite hat auch in der zweiten, bundesweiten Tarifrunde am Wochenende 20./21. September 2020 kein Angebot vorgelegt. Diese Tatsache ist der Anlass für bundesweite Warnstreiks, die in diesen Tagen laufen.

  • 1 / 3

Weiterlesen